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12.2017

 

Blog

Stichting de kopermolen, Vaals

Vom 08. Juli bis zum 02. September 2007 zeigte Oskar Berner seine Arbeiten in Stichting „de kopermolen“ Vaals. Die Vernissage begann am Sonntag, den 08. Juli 2007 um 15:00 Uhr. Ausstellungsort Stichting „de kopermolen“ Vaals von Clermontplein 11 · 6290 AD Vaals


visual - Stichting “de kopermolen

Weitere Informationen zur Ausstellung

 
Es wäre verfehlt, Oskar Berner als Porträtisten zu bezeichnen. Zugegeben, seit Jahren setzt er sich mit dem Thema Mensch auseinander. Seine Bilder sind aber alles andere als »Menschenbilder«. Berner lässt sein Personal nicht vor der Staffelei geschweige vor seinem inneren Auge posieren. Ihn reizt der Moment, in dem die fiktive Figur – männlich oder weiblich, jung oder alt, schön oder hässlich – sich völlig unbeobachtet fühlt. Es ist der Augenblick des absoluten Kontrollverlustes, den Berner auf der Leinwand festhält. Eben der Bruchteil der Sekunde, in dem man sich gehen lässt im jeweiligen emotionalen Kontext: Trauer und Wut, Mutlosigkeit und hoffendes um sich Blicken, Erschöpfung und in sich Ruhen, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Stichworte stehen hier ganz bewusst.

Dem Maler geht es nicht um eine Typologie von Charakterköpfen à la Franz Xaver Messerschmidt (1736-1783), der seine Studien in Anlehnung an Lavaters Sammellust unterschiedlicher Physiognomien in veristischer Manier in Büsten aus Blei und Bronze goss. Berner geht es um das Ureigenste menschliche Seins, wobei der er nicht auf die Individualität realer Personen zurückgreift. Seine Abstraktionen verweisen über Einzelerfahrungen und -schicksale hinaus. Das Verblüffende ist, Berner wertet nicht, er analysiert. Er kommentiert nicht, er sieht einfach hin, nicht weg. Er ist kein lamentierender Existenzialist, er stellt »nur« fest. Die Frage der Deutung, die Forderung zur Stellungnahme ist Sache des Betrachters, nicht die eines parteiischen Künstlers. Er zeigt uns das Leben, mehr nicht. Trotz aller Emotionalität des Porträts, es ist die Sachlichkeit des Malers, der kühle Blick, der berührt.

Susanne Bonenkamp

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