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12.2017

 

Blog

Oskar Berner im Stadthaus Erftstadt

Ausstellung mit Arbeiten von Oskar Berner im Stadthaus. Die Artothek Erftstadt sammelt und stellt internationale Kunst aus. Interessierte können sich aus einem grossen Fundus Kunstwerke ausleihen, um sich Zuhause mit den Arbeiten vertraut zu machen.


Visual - Berner Stadthaus

  • Oskar Berner – Malerei
    11. – 28. März 2010
  • Ausstellungsort
    Stadthaus
    Weltersmühle 1 · 50374 Erftstadt
    www.erftstadt.de · www.artothek-erftstadt.de
  • Öffnungszeiten
    Donnerstags und Freitags von 15.00 – 18.00 Uhr
    Samstags und Sonntags von 11.00 – 18.00 Uhr

Oskar Berner wurde 1948 geboren und lebt in Pulheim. Seine ersten Bilder wurden 1981 in einer Ausstellung im alten Rathaus in Pulheim gezeigt.

In der Folge ist er durch zahlreiche weitere Ausstellungen bekannt geworden. So zum Beispiel im Rheinischen Kunstverein Aachen, auf der Art Frankfurt, im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten NRW in Bonn, im Museum Ludwig/der Simultanhalle Köln, im Museé National in Monaco sowie in zahlreichen Galerien.

Seit Jahren hat sich ein großer Kreis privater Sammler gebildet. Präzise wie mit einem Seziermesser präpariert, stellt Oskar Berner in seinen Bildern Momente menschlicher Befindlichkeiten und Situationen dar, die als bekannte Seherfahrungen ihren Widerhall in unserem kollektiven Gedächtnis finden.

Alles was Menschen an Empfindungen hervorzubringen vermögen, trifft auf Berners motivisches Interesse. Das kann für einen einzelnen Menschen, für die Masse oder Wenige in Konfrontation mit Anderen gelten.

Oskar Berners malerische Fähigkeiten sind so brillant, dass es ihm immer gelingt, feinste Physiognomien präzise herauszubilden. In seinen Bildern eröffnet er auf diese Weise einen wahren malerischen Gefühlssymbolik, dessen Eindringlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Oskar Berner malt seit über dreißig Jahren. Vom anfänglichen – auch damals schon meisterlichen – Stil fotografischer Genauigkeit wechselt er schnell zu einer selbstbewussten, leichten Malweise, die sich bisweilen zeichnerischer Elemente und einer vitalen, schier transparenten Farbgebung bedient. Dabei gelingt es Berner immer, unmissverständlich den gewünschten Ausdruck des subtilsten Wesenszuges zu treffen.

Seine Könnerschaft kommt nicht von ungefähr. Berner ist überaus fleißig, er arbeitet täglich an seinen Bildern. Es ist ein ausdauernder und gnadenloser Beobachter, dem nichts entgeht und der schliesslich mit emotionaler wie analytischer Fähigkeit und überlegtem Abstand zum Objekt sein Bildmotiv auf der Leinwand entwickelt.

Prägend für seine Virtuosität ist mit Sicherheit die ständige Konfrontation mit der Malerei der Renaissance und des Barock während regelmäßiger Reisen nach Italien und die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Malerei.

Nicht ohne Einfluss blieb auch die stets begleitende Lektüre der Essays von Michel Montaigne (Michel Montaigne 1533 – 1592; Essais de messire Michel, 1580, dt. 1793-99), der dort in erzählerischer Weise locker die Grundzüge menschlicher Wesensmerkmale beschreibt: „Vom Zorn“, „Von der Furcht“ oder  „Von der Eitelkeit der Worte“ – und so fort. So entstehen Bilder wie „Masse Mensch“ oder „Wir alle lieben dich, oder, die uns mit einer erbarmungslosen Gleichgültigkeit und Ignoranz konfrontieren – von Berner im Bild analytisch heraus gearbeitet und vor uns aufgehängt.

„Der Hirsch“ lässt gerne eine amüsierte bis süffisante Betrachtungsweise erkennen, mit der Berner klar herausstellt, dass das tierisch-dumpfe Blöken des Herrn rechts dem stolzen Röhren des Hirschs nicht das Wasser reichen kann – und das weiss auch die Dame links.

Möglicherweise wird im Bild „Auf ein Wort“, in dem uns auf den ersten Blick eine engelsgleiche Zweisamkeit begegnet, ein so verlogenes oder intrigantes Wort ausgesprochen, dass die Sprechende den geraden, offenen Blick der Angesprochenen nicht wird aushalten können und die Augen verschliesst. Die süßliche Farbgebung rundet den Eindruck.

 
Gisela Baumann-Hille
 
 
Oskar Berner, Auf ein Wort
Oskar Berner, Verletzter Vogel

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